Bellevue di Monaco

Wie aus der Rettung eines Fußballplatzes mitten in München die Idee für ein Kulturzentrum und Wohnraum für Geflüchtete entstand.

von Bettina Schuler

 

Collage: Bellevue di Monaco
Collage: Bellevue di Monaco

Angefangen hat alles mit einem Bolzplatz, den es zu retten galt. Direkt neben der Glockenbachwerkstatt in der Münchner Innenstadt. Das war 2012. Nur ein Jahr später starten die Sporfreunde Stiller gemeinsam mit anderen Künstlern und Prominenten wie Ex-Fußballstar Mehmet Scholl eine Aktion, um den Abriss der angrenzenden Häuser in der Müllerstraße 2-6 zu verhindern. In einem Video zeigten die als Gorillas verkleideten Aktivisten, wie sie im Handumdrehen eine als baufällig bezeichnetw Wohnung wieder in Stand setzten. Womit sie die Stadt München in große Erklärungsnot brachten.

Nach weiteren Protestaktionen und einem langen Hin und Her gelang es ihnen schlussendlich tatsächlich den Abriss zu verhindern. Doch damit waren die Initiator_innen nicht zufrieden. Sie wollten mehr. Ein Kulturzentrum mitten in der Stadt. Um die Geflüchteten weg aus den Rändern mitten in das urbane Leben zu holen. Aus dieser Idee heraus entstand das Aktionsbündnis Bellevue di Monaco, das mittlerweile, nachdem der Stadtrat grünes Licht für den Umbau und die soziale Nutzung der Häuser in der Müllerstraße gegeben hat, in eine gemeinnützige Sozialgenossenschaft umgewandelt wurde. Dort sollen nun nicht nur Kulturräume und ein Info-Café, sondern auch mehrere Wohnungen für Familien und unbegleitete Minderjährige mit Fluchthintergrund entstehen. Der Cafébetrieb soll dabei gemeinsam mit den Geflüchteten betrieben werden, damit sie sich aktiv an der Gestaltung des Ortes beteiligen.

Sie wollen für dieses Projekt Geld spenden, sich dafür ehrenamtlich engagieren oder selbst ein Teil der Genossenschaft sein? Dann einfach auf der Seite von Bellevue di Monaco vorbeischauen.