Ehsan

porträtiert von Jacobia Dahm

von Jacobia Dahm

Ehsan, 21. Foto: Jacobia Dahm, Berlin 2015
Ehsan, 21. Foto: Jacobia Dahm, Berlin 2015

Ehsan arbeitete mit verschiedenen humanitären Hilfsorganisationen in Aleppo zusammen, bevor er als Assistenzarzt und Direktor eines Bürgerbüros an der Revolution teilnahm. Seine Reise nach Deutschland dauerte 17 Tage und kostete ihn 3 500 Dollar. Er kam im Juli 2015 in Berlin an. Der beängstigendste Moment seiner Reise war die Überfahrt der Ägäis nach Lesbos. In Ungarn wurden Ehsans Freunde verhaftet und er war gezwungen, seine Fahrt alleine fortzusetzen. Seine Eltern, seine zwei Brüder und seine zwei Schwestern leben jetzt in der Türkei.

Als Jacobia Dahm den Sommer 2015 in Berlin verbrachte, erfuhr die Stadt eine große Veränderung: Täglich kamen tausende neuer Menschen, Syrer, die aus ihrem geliebten, aber vom Krieg zerstörten Land geflohen waren. Jacobia wollte mit ihnen über ihre gefahrenvolle Reise und ihr zurückgelassenes Leben sprechen und begann sie zu porträtieren.