Internationale Konferenz – „Unmögliche Ordnung“

Ort: 13355 Berlin Gedenkstätte Berliner Mauer
Bernauer Straße 119

Date: 11.05.2017 - 13.05.2017

Unmögliche Ordnung.
Europa, Macht und die Suche nach einem neuen Migrationsregime.

Derzeit wird in ganz Europa intensiv diskutiert, wie Migration gesteuert werden kann. Aber kann man sie überhaupt steuern?

Nicht nur die aktuelle Flüchtlingsbewegung, auch die innereuropäische Arbeitsmigration oder Fragen nach erfolgreicher Integration und sozialer Diversität sorgen für gesellschaftlichen Wandel und offene Konflikte. Stehen wir heute am Anfang einer neuen Epoche, inmitten eines Prozesses oder gar vor einem gigantischen Scherbenhaufen? Wie können wir die zurückliegenden Suchbewegungen historisieren und aus ihnen für die Gegenwart lernen? Wie haben Migration, die Debatten und der Umgang damit auch das, was wir als Europa kennen, verändert?

Diese Fragen werden internationale Migrationsforscher*innen, Journalist*innen, Wissenschaftler*innen, Künstler*innen, Politiker*innen und Studierende am historischen Ort der Gedenkstätte Berliner Mauer diskutieren, darunter unter anderen Peter Gatrell, Dieter Gosewinkel, Bashshar Haydar, Sabine Hess, Sergey Lagodinsky, Bediz Yilmaz, Orwa Nyrabia, Maxi Obexer, Jochen Oltmer und Joseph Vogl. Gemeinsam werden sie nach den Folgen der andauernden Suche nach einer Migrationsordnung fragen – einer Suche, die wegen der unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten, Machtausstattungen und Interessen der Akteure, von Institutionen über Politiker*innen und Akademiker*innen zu Migrant*innen, unmöglich abgeschlossen werden kann. Migration bestätigt immer die herrschende Ordnung, fordert sie aber gleichzeitig auch heraus. Dieser Spannung, zwischen Ordnungs- und Machtwillen einerseits und kreativem menschlichen Handeln andererseits, will die Konferenz auf den Grund gehen.

Die Konferenz wird vom Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam veranstaltet und von der Bundeszentrale für politische Bildung, von der Andrea von Braun Stiftung und dem Bard College Berlin unterstützt. Weitere Kooperationspartner sind die American Academy Berlin, das Centre Marc Bloch und das Institut für Migration und Interkulturelle Studien Osnabrück. Eine Ausstellung migrantischer und geflüchteter Studierender des Bard College Berlin und der Akademie der bildenden Künste Wien sowie eine Theaterperformance werden die Diskussionen einrahmen.

Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. Eine Simultanübersetzung stellen wir bereit. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung wird erbeten bis zum 4. Mai 2017 bei Henrike Voigtländer (voigtlaender@zzf-potsdam.de)