Kinopolitics: Der Migrant als Figur unserer Zeit

Wird in einer Welt der territorialen Nationalstaaten die Mobilität nicht genügend berücksichtigt? Was passiert mit unserem Verständnis der Moderne, wenn wir den Migranten ins Zentrum politischer Theorie stellen? Thomas Nail tut dies in seinem neuen Buch 'The Figure of the Migrant' und stellt in diesem Interview die darin entwickelten Thesen, das Konzept 'Kinopolitics' (also die Politik der Bewegung) und die daraus resultierenden Konsequenzen vor. Gerade angesichts der politischen Entwicklungen in Europa ist eine solche Perspektive vielleicht nötig, um neue Ansätze und menschenrechtliche Lösungen zu finden.