Die PLURIVERSALE V eröffnet neue Perspektiven auf Flucht und Migration

Hannah Newbery ist Anfang September für WIR MACHEN DAS zum Eröffnungswochenende der PLURIVERSALE V nach Köln gefahren. Hier schildert sie ihre Eindrücke.

von Hannah Newbery

Köln 2016. Foto: Hannah Newberry
Bonaventure Soh Bejeng Ndikung (links) und Satch Hoy (rechts) im Gespräch vor der Christuskirche am Stadtgarten. Köln 2016. Foto: Hannah Newbery

Ganz ehrlich, gehört hatte ich noch nie von der PLURIVERSALE in Köln, als ich gefragt wurde, ob ich hinfahren wolle, um einen Bericht über das Eröffnungswochenende zu schreiben. Die PLURIVERSALE der Akademie der Künste der Welt findet zweimal jährlich statt. Die Akademie, 2012 gegründet und hauptsächlich von der Stadt Köln finanziert, ist eine Kultureinrichtung und Produktionsplattform, die seit 2014 von der Geschäftsführerin Elke Moltrecht, der Künstlerischen Leiterin Ekaterina Degot und ihrem Team geleitet wird. Neben der PLURIVERSALE, deren Projekte von den Mitgliedern der Akademie und eingeladenen Gästen gestaltet werden, organisiert die Akademie monatliche Salons, betreibt ein Online-Magazin, eine Junge Akademie und ein Fellowship-Programm.

In ihrem Programm wird die PLURIVERSALE als ein „kuratiertes Veranstaltungsprogramm, das ein breites Spektrum kultureller Disziplinen und geographischer Regionen umfasst“, außerdem als eine „interdisziplinäre und internationale Veranstaltungsreihe mit nicht-westlichen Schwerpunkten“ beschrieben. Ersteres ist nicht ungewöhnlich, doch Letzteres lässt mich aufhorchen. Beim Lesen des Herbstprogramms erfahre ich, dass es von Anfang September bis Mitte Dezember dauert und ein beeindruckendes Spektrum von Vorträgen, Performances, Konzerten, Filmvorführungen, Gesprächen, Theaterstücken, Lesungen und offenen Diskussionen bietet, mit Gästen aus der ganzen Welt. Man möchte insbesondere nicht-europäischen Künstlern eine Plattform bieten, nicht zuletzt mit dem Ziel, ein Gegengewicht zu unserer eurozentrischen Sicht auf die Welt zu ermöglichen. Die PLURIVERSALE möchte kein elitärer Diskurs rund um die Akademie sein, sondern gesellschaftliche Schichten aufbrechen und einen Beitrag zur Integration leisten.

Während der ganzen Dauer des Herbstprogramms ist die Einzelausstellung „To Walk A Line“ von Katarina Zdjelar in der hauseigenen Galerie ACADEMYSPACE zu sehen. Die Ausstellung wird sich im Laufe der Zeit verändern, indem die Künstlerin vorhandene Werke gegen neue austauscht und andere Künstler einlädt, ihre Werke neben den ihren auszustellen. Gemein sind ihnen allen die Themen Sprache, Otherness und Migration.

Die PLURIVERSALE V beschäftigt sich mit Themen von Migration, kultureller Entwurzelung und den damit verbundenen Formen struktureller Gewalt. Es soll untersucht werden, wie sich diese Themen konkret manifestieren und unser Zusammenleben prägen. Welche Auswirkungen haben die derzeitigen Krisen in der Welt auf die Situation in der Stadt Köln?

Als ich in Köln ankomme und über den Bahnhofsplatz gehe, denke ich sofort an die Silvesternacht des vergangenen Jahres. Die PLURIVERSALE IV, die im Frühjahr stattfand, hatte sich mit den Folgen dieser Nacht auseinandergesetzt, die hitzige Diskussionen über Migrationspolitik ausgelöst und rassistische Argumente wiederbelebt hatte. Wird durch die Ankunft von Geflüchteten die Kluft zwischen ihnen und den Einheimischen vertieft, weil Vorurteile und vielleicht sogar ein neues, koloniales Denken wieder hervorkommen? Wie gestaltet sich das Zusammenleben? In der PLURIVERSALE V soll diese Diskussion weitergeführt werden. Alle Veranstaltungen, die ich in den kommenden Tagen besuchen werde, haben eines gemeinsam: Sie beschäftigen sich mit den Geschichten und Befindlichkeiten von Geflüchteten und Migranten.

Die Veranstaltungen am Eröffnungswochenende

Die frisch renovierte Christuskirche am Stadtgarten verleiht dem Vortrag „Blunted on Reality” von Bonaventure Soh Bejeng Ndikung, Kunstkurator und Autor, eine fast mystische Atmosphäre. In seinem Vortrag setzt er sich mit dem Klang der Begriffe Exil, Flucht und Asyl auseinander und der Musik, die Generationen von Geflüchteten auf ihrer Flucht begleitet hat. Er spielt unterschiedlichste Musikstücke, vom nigerianischen Musiker Fela Kuti, Pionier des Afrobeat-Genres, bis zur jamaikanischen Sängerin Lady Saw, von Immigranten in verschiedenen Zeitaltern, Lieder über Verlust, Trauer und Glück. Ndikungs Vortrag ist sowohl akustisches Erlebnis als auch politische Stellungnahme. Die Lieder hallen von den hohen Wänden der Kirche wider, die nach der Renovierung exklusiv für diese Veranstaltung geöffnet worden ist. Sie soll ein Raum der Begegnung werden, wo sich Einheimische mit Geflüchteten treffen können. Ndikungs klare Botschaft: Den Flüchtlingen kann man alles wegnehmen, ihre Kleider, ihren Schmuck, ihre Habseligkeiten, man kann sie drangsalieren und instrumentalisieren, doch ihre Stimme, ihren Gesang, die kann man ihnen nicht nehmen. Was aber bedeutet es, wenn diese erlöschen? Wohin verschwindet ihre Kultur? Fängt damit der Anpassungsprozess an? Oder die Assimilation?

Der ebenfalls in Berlin lebende Komponist und bildende Künstler Satch Hoyt greift in seiner Performance die Thematik des Soundnetzwerkes auf, welches mit der Sklaverei über den Atlantik gebracht wurde. Die Musik war der einzige Begleiter der Sklaven. Mit einer Vielzahl an Instrumenten wie Rasseln und Becken, gemischt mit elektronischen Beats, kreiert Satch Hoyt ein ganz besonderes Sounderlebnis. Begleitet wird die Performance von einem gekonnt geschnittenen Film über Stationen afrikanischer Geschichte, vom Sklavenschiff bis zum futuristischen Raumschiff.

Am Freitagabend hält der kurdische Autor Bachtyar Ali einen höchst beeindruckenden Vortrag über die philosophische Bedeutung der Fluchterfahrung. Bachtyar Ali ist einer der bekanntesten Schriftsteller und Poeten des autonomen irakischen Kurdistan. Sein Werk umfasst Romane, Gedichte und Essays. Seit über zwanzig Jahren lebt er in Deutschland, schreibt aber in seinem kurdischen Dialekt Sorani. Der letzte Granatapfel ist der erste seiner Romane, der ins Deutsche übersetzt wurde.

Flucht, so Bachtyar Ali, sei ein heikles Thema, besonders für einen ehemaligen Flüchtling wie ihn. Es sei kein einfaches Thema, weil man nicht mehr neutral darüber erzählen könne. Um die Frage zu beantworten, warum der Orient in einer dauerhaften Krise scheint, müsse man verstehen, dass am Anfang des 20. Jahrhunderts der Kolonialismus im Orient eine Art von Modernisierung mit sich gebracht hat, die nichts mit der europäischen Modernisierung zu tun habe. In Europa ging sie mit einer radikalen Wende im Denken einher. Die Gedanken der Aufklärung konnten im Orient nicht gleichermaßen in die Modernisierung integriert werden, wie es in Europa geschah. Die Modernisierung im Orient habe sich auf das Verwaltungssystem und den Staatsapparat konzentriert. Bachtyar Ali fügt hinzu: „Ich denke, eine Modernisierung ohne Aufklärung kann nur totalitäre Systeme und totalitäre Weltanschauungen und Regierungen hervorrufen.“

Er meint, um Flucht zu erklären, müsse man auch über Heimatlosigkeit sprechen. Die Flucht sei eine ständige Überschreitung von Grenzen. Die Globalisierung habe nur die Bewegungsfreiheit und Sicherheit der kapitalistischen Länder garantiert. Als Heimatloser habe ein Flüchtling weder Freiheit noch Sicherheit. Der Flüchtling präsentiert ein Gegenbild zu dem normalen Menschen, der einen Platz in der Gesellschaft hat, einen Ort, wo er sich ansiedelt, einen Beruf, den er ausübt. Der Flüchtling habe keinen Platz im System. Flüchtlinge könne man töten, im Meer versenken, ohne eine Strafe dafür zu bekommen. Kein System, so fügt er hinzu, könne ohne Ausgrenzung existieren. Die Flüchtlinge seien diese ausgegrenzte Gruppe.

Zum Schluss spricht er über Integration. Er beschreibt, wie wichtig es in der westlichen Welt sei, sichtbar und durchschaubar zu sein, einen lückenlosen Lebenslauf zu haben. Nach oft jahrelanger Flucht haben Flüchtlinge keinen vorzeigbaren Lebenslauf, den sie präsentieren können. Natürlich sei es nicht gut, wenn Flüchtlinge die westliche Kultur komplett ablehnen, aber auch nicht, wenn sie sich total assimilieren und ihre eigene Herkunft verleugnen. Man solle die Beziehung zwischen Fremden und Nicht-Fremden neu definieren und sich gegenseitig bereichern. Wenn man dies nicht tue und nicht versuche, das Fremdsein zu überwinden, bestehe immer die latente Gefahr des Faschismus. (In der Zeitschrift Fikrun wa Fann des Goethe-Instituts hat Bachtyar Ali einen Essay mit diesen Überlegungen publiziert.)

Nach seinem Vortrag diskutiert Bachtyar Ali mit dem Autor, Akademiemitglied und Chefredakteur von Fikrun wa Fann, Stefan Weidner. Auf die Frage, ob Flüchtlinge mit der Vision, Europa sei ein Paradies, hierherkommen, sagt Bachtyar Ali, die Flüchtlinge suchten nach einem sicheren Ort, nicht nach einem Paradies. Sie haben etwas verloren und werden immer auf der Suche nach diesem Verlorenen sein.

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Stefan Weidner im Gespräch mit dem kurdischen Autor Bachtyar Ali. Köln 2016. Foto: Hannah Newbery

Selten habe ich so klare und reflektierte Gedanken über Flucht gehört wie in diesem Vortrag. Das Publikum ist sichtbar berührt davon. Ein Zitat von Bachtyar Ali, welches in der Einleitung des Programmheftes zu finden ist, bleibt besonders bei mir: Es gibt eine Definition des Flüchtlings und seines potentiellen Einflusses auf die Gesellschaft:

Der Geflüchtete ist ein Mensch, der durch sein Verhältnis zum Raum bestimmt ist, aber nicht dadurch begrenzt wird. Denn egal, wo sich der Geflüchtete real aufhält, trägt er in sich immer noch einen zweiten Raum, einen Innenraum, seine Erinnerungen, Ängste, Hoffnungen. Diese stehen in einem Spannungsverhältnis zur alten und neuen Realität des Geflüchteten und bergen ein subversives Potential, das auch die Gesellschaften ansteckt, zu denen der Geflüchtete geflohen ist.”

Im Gegensatz zu Bachtyar Alis Vortrag ist das Konzert der Mazzaj Rap Band wie ein Paukenschlag. So war es vielleicht auch von den Kuratoren angedacht. Die Band kombiniert traditionelle Dabke Musik und Gesang mit amerikanischem Rap. Rap war in Syrien verboten. Nach Inhaftierungen und Folter floh der Kopf der Gruppe, Mohammad Abu Hajar aus Syrien. Heute setzt er seine Arbeit in Berlin fort. Die Texte üben Kritik am Assad-Regime, an den Einschränkungen der Freiheit, den Inhaftierungen. Die neueren Stücke handeln auch von Flucht und vom Scheitern der Revolution. Man spürt ihre Wut und ihre Verzweiflung. Begleitet wird das Konzert von Videos mit Übersetzungen der arabischen Texte und Filmmaterial vom Krieg in Syrien.

Nach Vortrag und Konzert sitzt eine große Gruppe zusammen unter den Bäumen des Stadtgartens. Wir unterhalten uns nicht über das Gehörte an diesem Abend, sondern über die momentane Situation in Deutschland und darüber, wie viele Hürden die Bürokratie aufwerfe. Als ich erwähne, dass ich in der Schweiz aufgewachsen bin, entsteht mit dem Nachbartisch ein hitziges Gespräch über die Vor- und Nachteile der direkten Demokratie und über die Frustration in Deutschland, keinen direkten Einfluss auf die Regierungsgeschäfte zu haben. Was haben wir doch für Luxusprobleme, denke ich auf meinem Nachhauseweg.

Am folgenden Tag zeigt der Regisseur Želimir Žilnik in seinem Dokumentarfilm Logbook Serbistan (2015) die Situation von Geflüchteten in Serbien, wo viele von ihnen feststecken. Ein erschütternder Film, der manchmal schwer auszuhalten ist. Auffallend ist, dass er sehr ruhig ist, kaum kommt physische Gewalt vor. Das Schwer-Aushaltbare ist das Fehlen von Chancen und Perspektiven, das hautnahe Miterleben der Schwierigkeiten der dort gestrandeten Menschen. Der Film klagt die gewaltvolle Ausgrenzung dieser Menschen aus der Europäischen Union und die restriktive europäische Einwanderungspolitik an.

Der serbische Leiter eines Asylbewerberheims muss jeden Abend entscheiden, wie viele der vor ihm stehenden, zitternden Männer er aufnehmen kann. Er behandelt die Geflüchteten schroff, macht mitten in der Nacht Zimmerkontrollen, rügt Leute, sie sollen ihre Zimmer sauber halten. Einer seiner Angestellten ist ein Syrer, welcher mit Arabisch-Übersetzungen hilft. In einer Pause geht dieser zu einer Gruppe der draußen schlafenden Syrer, die keinen Platz zum Übernachten bekommen haben, und versucht ihnen zu erklären, dass sie bessere Chancen hätten, wenn sie in Serbien blieben, anstatt weiter zu reisen. Er habe sich auch dafür entschieden, es sei zwar nicht einfach, aber durchaus möglich hier zu überleben. Dann fragt er: “Und wie war eure Reise? Erzählt, wie ist die Situation gerade in Syrien?”

Der Großteil des Filmes besteht aus Gesprächen. So erfährt man die Gedanken und Meinungen der Menschen, über die sonst meistens nur berichtet wird. So erfährt man Details über ihre Schwierigkeiten und Verständigungsprobleme, aber sieht auch die Freundlichkeit, die viele Einheimische den Geflüchteten entgegenbringen und auch die Hilfsbereitschaft auf Seiten der Gäste. In einer Szene wird zum Beispiel gezeigt, wie eine Gruppe junger afrikanischer Männer nach einem Erdrutsch Einheimischen bei den Aufräumarbeiten hilft.

Želimir Žilnik wurde durch die Erfindung des Dokudrama-Genres bekannt. Er lebt in Novi Sad in Serbien. Im Gespräch mit Boris Buden beschreibt er, dass die reale Situation mit Geflüchteten in Serbien oftmals das genaue Gegenteil von dem war, was man in den Medien las. Er habe mit seinem Team viel Offenheit angetroffen, trotz der eigenen Schwierigkeiten im Land. Ich frage mich, ob dies heute noch so ist. Ein Jahr später hat sich die Situation in Serbien zugespitzt. Anfang Oktober diesen Jahres marschierten Geflüchtete aus Protest gegen die Grenzschließung an die ungarische Grenze. Serbien ist die Endstation der Balkanroute geworden.

Ich fahre zurück nach Berlin, bereichert vom vielfältigen, dichten Programm dieses Wochenendes. Beeindruckt hat mich der Ansatz der Programmgestalter, zu ermöglichen, dass Flucht und Migration aus der Perspektive von Geflüchteten, oder Menschen, die nicht aus dem Westen stammen, dargestellt werden können, was dem mehrheitlich deutschen Publikum einen ‚ungefilterten’ Zugang zu diesen Themen erlaubt. Besonders beeindruckt hat mich der Vortrag von Bachtyar Ali. Ich habe mich mit ihm zu einem Gespräch getroffen, welches in Kürze hier veröffentlicht wird. Schön auch, dass man sich am Rande der Veranstaltungen in ungezwungenem Rahmen austauschen konnte und auch Gelegenheit hatte, mit den Künstlern zu sprechen. Optimal wäre es, wenn es für ausgewählte Veranstaltungen Übersetzungen in weitere Sprachen, z.B. ins Arabische, gäbe. Die Mehrzahl der Veranstaltungen finden auf Englisch statt, einige wenige auf Deutsch.

Das Programm für die kommenden Monate ist vielversprechend. Sehr gerne würde ich zum Beispiel am 9. Dezember zurück kommen, um am OPEN FORUM – Wie wollen wir miteinander leben teilzunehmen. Es ist gedacht als ein Ort der offenen Diskussion für jedermann über drängende Fragen, die im Laufe der PLURIVERSALE V aufkommen, idealerweise auch als Begegnungsort zwischen Geflüchteten und Einheimischen. Ich kann wärmstens empfehlen, sich nach der Lektüre des Programmhefts auf den Weg zur PLURIVERSALE V nach Köln zu machen!

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Im Filmforum am Kölner Dom wurde Želimir Žilnik Dokumentarfilm Logbook Serbistan gezeigt. Köln 2016. Foto: Hannah Newbery
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Der Kölner Stadtgarten wurde während der Pluriversale V zum Ort des Gedankenaustauschs. Köln 2016. Foto: Hannah Newbery
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Bonaventure Soh Bejeng Ndikung während seines Vortrags „Blunted on Reality” auf der Pluriversale V. Köln 2016. Foto: Roel Weenink
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Der Komponist und bildende Künstler Satch Hoy während seiner Performance auf der Pluriversale V. Köln 2016. Foto: Roel Weenink
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Die Band Mazzaj Rap gab ein sehr eindrucksvolles Konzert auf der Pluriversale V. Köln 2016. Foto: Roel Weenink
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Ein Filmstill aus dem Dokumentarfilm Logbook Serbistan (2015) von Regisseur Želimir Žilnik. Köln 2016. Foto: Želimir Žilnik

Hannah Newbery, 1990 in Stirling (UK) geboren, ist eine englisch-deutsche Redakteurin und Fotografin und wuchs in Schottland und der Schweiz auf. Nach dem Studium der Kunstgeschichte und Fotografie in New York, arbeitete sie in verschiedenen Redaktionen in New York und Berlin, u.a. bei der New York Times, Vanity Fair und dem ZEITmagazin. Zur Zeit lebt sie in Berlin als freie Autorin und Redakteurin und arbeitet an einem Fotoprojekt über syrische Geflüchtete. Hannah studiert Islamwissenschaften an der Freien Universität Berlin.