Refugee Report

Wir zeichnen auf, was jemand sagen möchte. Sprache und Thema sind frei wählbar und das Statement wird nicht im Nachhinein geschnitten.

von Refugee Report

Foto: Refugee Report on Facebook
Foto: Refugee Report on Facebook

Angefangen hat alles am Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg. Die Menschen haben dort Zelte aufgeschlagen, um ihren Protest dagegen sichtbar zu machen, wie Flüchtlinge in Deutschland behandelt werden. Darüber wurde viel berichtet und diskutiert. Aber die Protestierenden selbst kamen selten zu Wort, dabei waren sie ja genau aus diesem Grund in die Öffentlichkeit getreten. Deswegen haben wir „Refugee Report“ erfunden. Wir sind im Herbst und Winter 2013/14 hingegangen, um das aufzunehmen, was wir „Statements“ nennen: Wir zeichnen auf, was jemand sagen möchte. Sprache und Thema sind frei wählbar und das Statement wird nicht im Nachhinein geschnitten. Das Protestcamp wurde ein halbes Jahr später geräumt. Wir haben „Refugee Report“ weitergeführt und sind in Heime gegangen, wo wir Menschen in ganz anderen Situationen kennen gelernt haben, auch Kinder und Jugendliche.

Ursprünglich waren wir nur zu dritt. Aber wir bekommen inzwischen viel Hilfe für die Übersetzungen und die Aufnahmen. Ein paar Mal haben wir Ausstellungen mit den Audio-Statements gemacht. Das ist schön, weil es die Statements aus dem Internet an konkrete Orte bringt, an denen Menschen sich treffen, informieren und miteinander in Gespräch kommen können.

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