Start with a friend

120 Tandem-Partner konnte auf diesem Wege schon seit April 2015 vermittelt werden. Tendenz steigend. Denn noch 720 Unterstützer stehen als potentielle Friends in den Startlöchern.

von Bettina Schuler

Tandem-Partnerin Susann beim Sommerfest von "Start with a fried", Berlin 2015. Foto: L. Kilian
Tandem-Partnerin Susann beim Sommerfest von „Start with a fried“, Berlin 2015. Foto: L. Kilian

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt ehrenamtliche Helfer für Behördengänge, die Wohnungssuche oder den Krankenhausbesuch. Doch was vielen Geflüchteten fehlt, ist der Kontakt zu Deutschen, mit denen sie, wie das unter Freunden so üblich ist, auch einfach mal feiern gehen können. Auf Augenhöhe. Von Menschen zu Mensch. Und nicht als Flüchtling, der hilfsbedürftig ist. Doch gerade in einer anonymen Großstadt wie Berlin ist es alles andere als leicht Freunde zu finden. Genau an diesem Punkt setzt die Flüchtlingshilfe Start with a Friend an, die Tandem-Partner an Flüchtlinge vermittelt. Im Idealfall entsteht eine Freundschaft daraus, so wie es kürzlich bei einem Jurastudenten aus Damaskus geschehen ist, der mit einer deutschen Jurastudentin zusammen gebracht wurde. Funkt es nicht, gibt es immer noch die Möglichkeit, einen weiteren Unterstützer dazu zu holen.

Teammitglied Alexander Rosenthal von "Start with a fried" auf dem Sommerfest, Berlin 2015. Foto: L. Kilian
Teammitglied Alexander Rosenthal von „Start with a fried“ auf dem Sommerfest, Berlin 2015. Foto: L. Kilian

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doch bisher haben die Initiatoren zum Glück noch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Wahrscheinlich auch, weil sie sich mit allen interessierten Flüchtlingen einzeln treffen, um ihre Wünsche und Bedürfnisse abzuklären und auch die deutschen Partner die Möglichkeit haben, an einem der Informationsabende teilzunehmen.

120 Tandem-Partner konnte sie auf diesem Wege schon seit April 2015 vermitteln. Tendenz steigend. Denn noch 720 Unterstützer stehen als potentielle Friends in den Startlöchern. Eine Zahl, die sich allein auf ehrenamtlicher Basis nicht mehr stemmen lässt. Weshalb die Initiatoren eine Crowdfunding-Kampagne gestartet haben, die ihnen dabei helfen soll, finanzielle Mittel für eine Ausweitung des Projektes zu generieren. Acht weitere Städte sind bereits an dem Konzept interessiert. Und es werden noch mehr. Was zeigt, dass Start with a Friend mit ihrem Konzept genau an der richtigen Stelle ansetzen.

"Start with a fried" Sommerfest, Berlin 2015. Foto: L. Kilian
„Start with a fried“ Sommerfest, Berlin 2015. Foto: L. Kilian

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Freundschaftliche Flüchtlingshilfe – Start with a Friend

www.start-with-a-friend.de
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