Agenda

WIR MACHEN DAS

Wir wollen die öffentlichen Stimmen derjenigen verstärken, für die Zuwanderung keine Bedrohung ist. Nur so können wir erreichen, dass Deutschland ein Land wird, in dem Menschen ohne Angst verschieden sein können.

 

Wir machen das, was sinnvoll ist.

Wir schaffen Teilhabe. Menschen Teilhabe zu eröffnen, ermöglicht ihnen, zu unserer Gesellschaft beitzutragen; sie auszuschliessen, ist ethisch und politisch nicht vertretbar – und verursacht zudem hohe soziale und ökonomische Kosten. Wir schaffen gemeinsam mit den Menschen, die zu uns kommen, ein Zusammenleben auf Augenhöhe.

 

Wir machen das, was realistisch ist.

Wir finden einen realistischen und pragmatischen Umgang mit Zuwanderung, der sich den Herausforderungen stellt und Zuwanderung als Chance für unsere Gesellschaft versteht.

 

Wir machen das, was jetzt nahe liegt.

Wir helfen dort, wo es nötig ist. Wir machen das, um das Leid der Menschen jetzt zu mindern und langfristige Perspektiven zu eröffnen. Wir nehmen die Hürden, die von staatlicher Seite oder vom Gesetzgeber aufgebaut werden, nicht hin.

 

Wir machen das, um zu zeigen, was möglich ist.

Wir trauen uns zu, die Aufgaben zu bewältigen, die auf uns zukommen. Wir, das sind Einzelpersonen, zivilgesellschaftliche Initiativen, Unternehmen und Organisationen.

 

Wir machen es für eine offene, demokratische Gesellschaft.

Es ist an der Zeit, einen realistischen Umgang mit Zuwanderung zu finden. Zuwanderung ist unausweichlich Teil einer politisch und ökonomisch verflochtenen Welt. Es gilt, die vielfältigen Potentiale von Zuwanderung zu nutzen, statt beständig die Angst vor möglichen Gefahren und Risiken zu verstärken. Dass dies möglich ist, hat Deutschland in den vergangenen Monaten bewiesen. Unzählige zivilgesellschaftliche Initiativen haben sich der unterschiedlichen Herausforderungen in kurz- und langfristig ausgerichteten Projekten angenommen. Große Teile der Zivilgesellschaft, von Einzelpersonen über Nachbarschaftsinitiativen, religiöse Gemeinschaften bis hin zu den Industrie- und Handelskammern und Hochschulen, sind hier ihrer politischen Vertretung weit voraus. Ob es um die akute Versorgung mit Nahrung, Kleidung und Unterkunft, um medizinische Erstbetreuung, juristische Beratung oder aber um längerfristige Perspektiven, wie die Integration in Schule, Hochschule und Arbeitsmarkt, in Ausbildung, in das kulturelle Leben oder um die Pflege von Nachbarschaft geht: vielfältige Initiativen und Projekte zeigen, was möglich ist.

Die Abschreckungspolitik, die auf die Abschottung Europas setzt, ist gescheitert. Abschottung verursacht enorme ökonomische Kosten. Sie befördert Gewalt und Kriminalität. Sie verschärft soziale Spannungen und hat hohe soziale Kosten zur Folge. Die Erfahrung mit legalisierten Migrationsprozessen zeigt, dass die mit Zuwanderung assoziierten Probleme zu einem Großteil auf die Kriminalisierung der Migration und nicht die Migration selbst zurückzuführen sind. Zudem hat die europäische Politik der Abschottung zu viele Menschenleben gekostet. Sie ist ethisch unerträglich.

Es geht um zweierlei: kurzfristig geht es um die sofortige Versorgung mit Lebensnotwendigem, aber auch um das Aufzeigen von praktischen Integrationsmöglichkeiten insbesondere in Hinsicht auf Wohnen, Arbeiten und Ausbildung. Langfristig geht es darum, die Möglichkeiten und Potentiale einer Einwanderungsgesellschaft aufzuzeigen, die zwar Herausforderungen stellt, aber keine Bedrohung bedeutet.