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Caroline Assad
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(W)ortwechseln

„(W)ortwechseln“ initiiert Briefwechsel zwischen renommierten deutschsprachigen Autor*innen und Kolleg*innen aus Kriegs- und Krisengebieten.

(W)ortwechseln. Weiter Schreiben – Briefe ist ein Briefwechsel-Projekt, das renommierte Schriftsteller*innen aus der arabisch- und farsisprachigen Welt mit bekannten Autor*innen zusammenbringt, die schon immer oder länger in Deutschland leben. Literat*innen, die nach Deutschland fliehen mussten oder in Kriegs- und Krisengebieten leben, tauschen sich in ihren Briefen über die Bedingungen ihres Schreibens und ihre Zeitgenossenschaft mit deutschen Literaturschaffenden aus.

„(W)ortwechseln“ initiiert fünf Briefwechsel zwischen renommierten deutschsprachigen Autor*innen und Kolleg*innen aus Kriegs- und Krisengebieten (Syrien, Irak, Iran, Yemen). Dabei stellen wir Briefpartner*innen einander neu vor und arbeiten zudem mit Tandems zusammen, die bereits seit Jahren auf unserem Literaturportal Weiter Schreiben zusammenarbeiten und veröffentlichen.

Das Genre des literarischen Briefs ist offen, es gestattet, sich gleichzeitig intim und öffentlich zu äußern. In literarischen Briefen können verdichtete poetische Passagen mit tagebuchartigen Einlassungen, politischen Analysen und essayistischen Differenzierungen zusammenkommen. Da literarische Briefe immer zugleich direkt an einen einzigen Menschen und an eine anonyme Leserschaft gerichtet sind, zeigen sie, dass es möglich und nötig ist, jeden Menschen als Individuum und nicht als Teil einer Masse zu begreifen, und dass die Würde einer Gesellschaft damit steht und fällt, wie sie jeden einzelnen Menschen behandelt. Dieser Aspekt ist für alle Seiten des „(W)ortwechselns“ wichtig: für die Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten im Sinne eines Empowerments genau so wie für die deutsche Öffentlichkeit im Sinne einer Sensibilisierung und dem Auffüllen einer Lücke. Denn noch immer liest und hört man zu viel über Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten und zu wenig von ihnen.

„(W)ortwechseln“ lotet aus, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es in den jeweiligen literarischen Traditionen gibt, sich auf die gegenwärtige Welt einen Reim zu machen. Das Projekt macht gleichzeitig literarisch sichtbar, wie sich Brücken bauen lassen – zwischen Sprachen und Kulturkreisen, aber auch zwischen einzelnen Menschen; und zeigt so, dass an vielen Stellen keine Brücken mehr gebaut werden müssen, weil es sie längst gibt. Wir bilden Partnerschaften und starten einen direkten, persönlichen Austausch, den wir in Briefen, Podcasts und Fotoserien dokumentieren. Die Korrespondenzen stellen wir auf Lesungen mit den Autor*innen in Berlin vor und wir veröffentlichen sie auf der Plattform www.weiterschreiben.jetzt.

(W)ortwechseln. Weiter Schreiben – Briefe wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

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