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Uta Rüchel, Projektleiterin
Uta Rüchel

Projektleiterin "Demokratie? Eine Frage der Verfassung!

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Demokratie? Eine Frage der Verfassung!

Wir nutzen die verfassungsbezogenen Jahrestage (100 Jahre Weimarer Reichsverfassung, 70 Jahre Grundgesetz, 30 Jahre Friedliche Revolution) für eine gesellschaftliche Debatte über die Grundlagen unserer Demokratie.

Wie demokratisch ist unsere Verfassung? In welcher Verfassung ist unsere Demokratie? In der Gesprächsreihe diskutieren wir landesweit mit Bürger*innen, in welcher Verfassung wir uns als historisch gewachsene Gesellschaft heute befinden – und zukünftig sein wollen. Dafür waren eigentlich sechs interaktive Veranstaltungen in ganz Deutschland geplant. Auf Grund der Corona-Pandemie mussten wir im Frühjahr 2020 umplanen und haben stattdessen eine Umfrage zu den Einschränkungen der Grundrechte durch die Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung gestartet und in einer Studie ausgewertet. Zudem haben wir einen Essay-Wettbewerb zum Thema durchgeführt. Eine Veranstaltung zum Thema Wahlrecht und Grundgesetz konnte im Oktober in Bielefeld stattfinden.

Projektzeitraum: 01.11.2019 – 31.05.2021

Rückblick: Demokratie als Dialog

Wie steht es um die Demokratie in Deutschland? In welcher Verfassung ist sie? Kann sie angemessen mit neuen Herausforderungen umgehen? Nicht erst seit Covid-19 werden diese Fragen heiß diskutiert. Schon lange gibt es Ansätze, das demokratische Repertoire weiterzuentwickeln und auszubauen. Konrad Sizedat blickt auf die Diskussionen dieser Themen bei unserer vergangenen Tagung „Demokratie als Dialog“ mit Gästen aus Wissenschaft und Praxis zurück.

Abschlusstagung: Demokratie als Dialog. Neue Wege der historisch-politischen Bildung und gesellschaftlichen Selbstverständigung

Am 29. April veranstaltete das Projekt Demokratie? Eine Frage der Verfassung! eine Abschlusstagung mit dem Titel „Demokratie als Dialog. Neue Wege der historisch-politischen Bildung und gesellschaftlichen Selbstverständigung“. Von 9.00 – 15.30 Uhr wurde in 3 Panels über verschiedene Formen der Bürger*innen-Beteiligung diskutiert: Wo sind sie das Mittel der Wahl? Wo kommen sie an ihre Grenzen? Wer hat Zugang und wer nicht?  Von 19.00 – 21.00 Uhr sprachen vier Podiumsgäste über Ansätze und Erfahrungen demokratischer Einmischung, Partizipation und Verständigung, u.a. Stephan Detjen vom Deutschlandradio und Rouzbeh Taheri von der Initiative Deutschen Wohnen&Co enteignen! Die Illustratorin Miriam Barton begleitete alle Veranstaltungen der Tagung mit einer Live-Visualisierung.

Umfrage und Studie: Freiheit(en) in unsicheren Zeiten

Wir haben einen Fragebogen entwickelt, der sich mit den Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie und dem Grundgesetz beschäftigt. Die Umfrage wurde am 31. Juli 2020 mit fast 3.000 Teilnehmer*innen abgeschlossen, über 2.000 Menschen haben den Fragebogen vollständig ausgefüllt. Der Soziologe Dr. Sebastian Rottinghaus hat die Ergebnisse für uns in der Studie „Freiheit(en) in unsicheren Zeiten“ ausgewertet:
Den Bericht haben wir im Dezember 2020 veröffentlicht.

Die Ergebnisse der Studie diskutiert Projektleiterin Uta Rüchel in ihrem Essay „Vertrauen in unsicheren Zeiten“ in unserem Online Magazin. Über die Gemeinschaft und den Umgang mit der Pandemie schrieb die Soziologin Amel Ouaissa im Kontext der Veröffentlichung der Studie.

Am 27. Januar 2021 stellten Uta Rüchel und Sebastian Rottinghaus die Ergebnisse der Umfrage im Podcast des digitalen Kolloquiums „Soziologische Perspektiven auf die Corona-Krise“ vor, daraufhin erschien ein lesenswertes Interview mit den beiden Soziolog*innen im Feuilleton der Berliner Zeitung.

„Das Virus ist eine demokratische Zumutung“

Am 25. Februar 2021 haben wir das Gesprächspanel „Das Virus ist eine Demokratische Zumutung“ auf Zoom veranstaltet, um die Ergebnisse der Studie mit Ulrike Guérot, Armin Nassehi, Stefan Hans Kläsener und Silvio Witt zu besprechen. Wir haben das Gespräch hier auf Youtube aufgezeichnet.

„Du hast Die Wahl!“ – Demokratieworkshop in Bielefeld

Mit „Du hast die Wahl!“ eröffnete WIR MACHEN DAS die bundesweite Veranstaltungsreihe „Demokratie? Eine Frage der Verfassung!“. Kurz vor den Kommunalwahlen in NRW tauschten sich Jugendliche und junge Erwachsene im September 2020 dort angeregt über das Thema Wahlen aus. Im Kontext der Veranstaltung veröffentlichte die Historikerin Dr. Claudia Gatzka (Universität Freiburg) Anfang November 2020 einen Essay in unserem Online-Magazin in dem sie diskutiert, warum Wählen nicht alles ist.

Essay-Wettbewerb: Vierzig Texte wurden eingesendet, vier davon haben wir veröffentlicht

#CoronaPandemie: Woraus besteht das Fundament einer guten Verfassung in schwierigen Zeiten? Und unter welchen Umständen sind wir freiwillig bereit, auf individuelle Rechte zu verzichten?
Im Rahmen des Projekts Demokratie? Eine Frage der Verfassung! wurden uns im Mai 2020 rund 40 Essays eingeschickt, die sich mit den Grundlagen von Demokratie und Freiheit auseinandersetzen. Diese vier Essays haben wir ausgewählt und veröffentlicht:
Eine Frage des Privilegs von Büsra Delikaya.
Ein vernachlässigter Absatz von Deike Janssen.
Die Krise der einen ist der Alltag der anderen von Iskandar Ahmad Abdalla.
Und unter uns die Lava von Christin Figl.

Das Grundgesetz und der Virus – Dokumentation einer Debatte

Von Mitte März bis Ende Mai 2020 haben wir  zehn Wochen lang die intensive Diskussion um die politischen Reaktionen auf die Corona-Pandemie und das Grundgesetz mit ausgewählten Beiträgen dokumentiert. Die mehr als 60 Texte belegen eindrucksvoll, wie kontrovers diese Debatte geführt wurde. Und sie zeigen: eine belastbare Demokratie braucht eine belastbare Verfassung. Zur Dokumentation der Debatte 

Demokratie? Eine Frage der Verfassung! ist ein Projekt von WIR MACHEN DAS in Zusammenarbeit mit der Universität Bielefeld und der Robert-Havemann-Gesellschaft, gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung.
Zum Arbeitsbereich Zeitgeschichte von Prof. Dr. Christina Morina an der Universität Bielefeld

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Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und durch den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.